31. Januar 2012

Lesung am 2. März 2012

Am zweiten März 2012 werde ich auf dem roten Sofa der Mülheimer Lesebühne Platz nehmen. In der Zeit von 19:00 -22:00 präsentieren verschiedene Autoren ihre Werke. Der Abend verspricht spannend und unterhaltend zu werden. Ich freue mich dabei zu sein.


26. Januar 2012

Weinrote Lackschuhe

Zischend entwich der letzte Atemzug aus der Lunge. Leise, geradeso als hätte eine kleine Nadel ein winziges Loch in einen Ballon getrieben. Es war zu wenig Luft, um einen Schrei zu formen. Zu spät war hierfür auch der Mund aufgerissen worden. Die Augen jedoch waren schneller gewesen. Überraschung, Furcht und Entsetzen waren auf ihnen abzulesen, auch wenn sie nun nur noch starr und blind in die Ferne schauten.
*
„Keine Chance!“, hatten die Leute gesagt. „So klein wie sie ist, hatte sie keine Chance. So groß und stark wie er wohl gewesen sein muss, hatte sie einfach keine Chance zu entkommen!“
Stumm und bedrückt hatten andere zustimmend genickt. Mit belegter Stimme hatte jemand angefügt: „Sie hätte auch ihr Leben verlieren können. Entkommen ist sie ihm letztlich doch.“
Betreten hatten die Erwachsenen wieder zustimmend genickt. Sie aber hatte gewusst, dass ein Teil von Helena nicht entkommen war. Sie hatte es schon gespürt, als sie selbst schreiend davon lief. Es war zur Gewissheit geworden, als sie wimmernd in den Armen ihrer Mutter lag und der Krankenwagen mit ihrer Freundin darin an ihnen vorbeifuhr.
Lange war es Mirja so vorgekommen, dass der Teil, der entkommen war, tiefgefroren war. Er war noch da, er sah so aus wie zuvor, nur war er in Eiseskälte erstarrt. Genauso wie ihre Freundschaft. Sie hatte auf die Wärme gehofft. Hatte gehofft, dass sie kommen würde und gegen die Eiseskälte kämpfen würde. Die Wärme sollte das Eis zum Schmelzen bringen und dann würde alles so wie vorher sein. Denn was eingefroren ist, das wusste jedes Kind, verdirbt ja nicht.
„Zeit“, hatte sie mitangehört, „Zeit ist das, was sie nun am meisten braucht!“
Auch über Schuld hatten sie gesprochen, dabei hatten sie sich zu ihr hinuntergebeugt. „Schuld trifft dich nicht. Du bist sogar zu ihr zurückgelaufen! Mutig bist du gewesen. Es war richtig, dass du dich in Sicherheit gebracht hast!“
Wohlwollend hatten sie ihr über die Haare gestrichen. „Du bist doch noch so klein. Er war groß und stark, was hättest du gegen ihn ausrichten können? Dich trifft keine Schuld. Sei einfach froh, dass es dir gut geht!“ Unversöhnt hatte sie zu Boden gestarrt.
Irgendwann hatte sie wieder zu lachen begonnen. Unbeschwert und froh zugleich war sie nie mehr.
Eines Tages hatte Mirja ihre Mutter beobachtet, wie sie etwas aus der Gefriertruhe nahm, kurz auf den Beutel schaute und ihn mitsamt seinem Inhalt in den Abfalleimer warf.
„Warum wirfst du das weg?“, hatte sie gefragt.
„Die Hähnchenbrust ist nicht mehr gut“, hatte ihre Mutter ihr erklärt.
„Aber sie war doch eingefroren, Mama!“
„Ja, schon, aber viel zu lange. Ich habe sie leider übersehen.“
„Können tiefgefrorene Sachen etwa auch verderben?“, hatte sie erstaunt nachgebohrt.
„Sicherlich, wenn sie zu lange gelagert werden, können sie auch schlecht werden, mein Schatz.“
Niedergeschlagen war sie damals aus der Küche gestürmt. Doch vor der bitteren Erkenntnis konnte sie nicht fliehen. Selbst wenn die Wärme das Eis zum Schmelzen bringen würde, würde nichts wie vorher sein. Zu lange schon war ihre Freundschaft mit Helena tiefgefroren.
*
Lange Zeit hatte Helena in der Klinik gelegen. Sobald jedoch ihre Verletzungen auskuriert, aber die Narben noch nicht verheilt gewesen waren, kam sie nach Hause. Zunächst hatte ihre Therapeutin sie dort aufgesucht. Später wurde Helena zweimal die Woche zu ihr in die Praxis gefahren. Wortlos hatte sie die Fragen von Dr. Telken beantwortet. Wortlos war sie deren Aufforderungen nachgekommen. Wortlos hatte sie gemalt, wortlos geweint, wortlos mit Puppen gespielt und wortlos hatte sie aufgeschrieen. An einem Nachmittag war Mirja von Dr. Telken zu der Sitzung hinzugebeten worden. Auch da hatte Helena wortlos geschrieen. Genauso war es davor bei ihrem Besuch im Krankenhaus gewesen und Wochen später, als Mirja zu ihr nach Hause kam. Kaum hatte Helena sie erblickt, begann sie wie ein Tier in Todesangst zu schreien. Wie beim ersten Mal war Mirja fortgerannt, da erst hatte Helena aufgehört zu schreien.
Irgendwann wurden Helenas Schreie leiser und vorsichtig formten sich Worte. Da hatte Mirja jedoch bereits gewusst, dass auch Gefrorenes verderben konnte.
*
Die Lackschuhe waren weinrot gewesen. Bewundernd hatte Mirja auf Helenas Füße geschaut, als sie vor ihrer Haustür stand, um ihre Freundin zum Spielen abzuholen.
„Die habe ich von meiner Tante bekommen. Nachträglich zu meinem Geburtstag“, hatte Helena stolz erzählt. „Weil ich jetzt schon sieben bin, durfte ich mir endlich Lackschuhe aussuchen!“
Mirja war ein Vierteljahr älter, doch ihr sehnlicher Wunsch nach einem Paar Lackschuhe war unerfüllt geblieben. Sie seien nicht gut für ihre Füße, hatte ihre Mutter ablehnend gemeint.
„Und sie haben sogar richtige Hacken“, hatte Mirja neidisch festgestellt.
Am Spann waren die Schuhe etwas ausgeschnitten. Um die Knöchel lief ein schmales Riemchen, das mit einer herzförmigen Schnalle verziert war, unter der sich ein Druckknopf verbarg. Hand in Hand waren die beiden Mädchen die kleine Wohnstraße auf und ab geschlendert.
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23. Januar 2012

Frau vor der untergehenden Sonne

Langsam ließ das junge Mädchen ihren Blick durch das Café gleiten. Kurze Zeit verweilte sie bei einem Druck von Caspar David Friedrichs Bild „Frau vor der untergehenden Sonne". Manfred nahm ein Bierglas aus dem Spülwasser. Ohne hinzusehen, polierte er es trocken und stellte es in das Regal über der Theke. Das Mädchen richtete sich ein wenig in ihrem Stuhl auf und wandte sich zur Seite. Manfred fuhr mit seinen Augen ihr Profil ab, die Stirn, die Nase, deren Spitze leicht nach oben zeigte, die Lippen, das ausgeprägte Kinn. Er stellte sich vor wie sie es einem Widersacher entgegen recken würde, wenn sie wütend war. Ihre vollen Lippen würden sich öffnen, vielleicht sich sogar ein wenig verzerren und böse Worte formen. Bei dem Gedanken daran lächelte Manfred.
Die Tür rechts neben der Theke schwang auf. Gespannt wandte sich das Mädchen um. Achtlos ging Gerda an ihr vorbei, servierte dem älteren Paar am Nebentisch Kaffee, Apfelstrudel und Himbeertorte. Das Mädchen begleitete Gerda mit den Augen zurück zur Schwingtür, dann glitt ihr Blick weiter zur Theke. Verwundert betrachtete sie die Unmengen von Seidenblumen, die längs des Tresens drapiert waren.
Gerda hatte die Blumen vor langer Zeit dort angebracht. Manfred fand ihren Anblick noch heute lächerlich.
"Geschmacklos!", hatte er seiner Frau zugerufen.
Unbeirrt hatte sie ihre Dekoration weiter vervollständigt, ohne einen Kommentar oder eine Erklärung abzugeben. Manfred konnte sich auch so denken, weshalb Gerda den Bereich hinter der Theke verdecken wollte.
Immer noch schaute sich das Mädchen die Blumen an. Bewundernd sah Manfred zu wie sie ihre Haare zurück über die Schultern strich, seidige, lange, dunkelblonde Haare.
"Sie sieht aus wie eine Madonna!", dachte Manfred. Bedächtig nahm er ein weiteres Glas aus dem Wasser.„"Warum sitzt jemand wie sie alleine in einem Café?"
Während er die Gläser putzte oder Getränke eingoss, machte sich Manfred oft Gedanken über seine Gäste. Gerda hatte ihm vorgeworfen, er würde die jungen Damen im Café mit den Augen verschlingen. Manfred hatte entgegnet, irgendwohin müsse er doch schauen.
"Immer die jungen Damen! Niemals die anderen Gäste! Du fixierst sie! Du verschlingst sie mit deinen Augen! Manfred, das ist nicht gut!" Der Ärger hatte Gerdas Gesicht rot gefärbt. „"Die Leute werden dich einen ... einen ... ach, mir fällt das Wort nicht ein! Es ist nicht gut, Manfred!"
Manfred wusste, welches Wort seine Frau meinte: ein Voyeur. Aber es stimmte nicht. Er ging seinen Aufgaben hinter der Theke nach und schaute dabei in das Café, in sein Café. Was war schon dabei, wenn er sich über den einen oder anderen Gast Gedanken machte? Wo er herkam, was ihn bewegte, wer er war. Stimmte es, dass sein Blick immer bei den jungen Dingern haften blieb? Manfred musste an Gerda denken. So wie sie früher war, als junges Mädchen. Da war sie hübsch anzuschauen gewesen, schlank und fröhlich. Heute war sie dick und hatte Krampfadern.
Wieder schwang die Tür auf. Gerda stellte zwei große Eisbecher auf den Tisch des Mädchens. Im Laufe der Jahre hatte Manfred gelernt, dass die Schlanksten von ihnen oftmals am meisten aßen. Sie bestellten jedoch ein Stück Torte oder ein Eis und erst nach einer Weile ein zweites, nicht aber beides gleichzeitig. Das Mädchen fing seinen Blick auf und zeigte lächelnd nach draußen. Vor der Tür stand ein Mann und sprach gestenreich in sein Handy. Manfred ging ein paar Schritte vor und klopfte an die Fensterscheibe. Fragend schaute ihn der Mann an, erklärend wies Manfred auf das Mädchen mit den beiden Eisbechern. Ohne Eile stellte er sich wieder hinter seine Spüle, das Mädchen schaute zu ihm hoch. Lächelnd nickte sie ihm zu. Sie hatte wunderschöne, weiße Zähne.
"Sie ist wirklich eine Madonna!", dachte Manfred. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sie tatsächlich einmal wütend werden würde.
Inzwischen hatte sich der Mann an den Tisch gesetzt. Während sie ihr Eis aßen, unterhielten sie sich leise. Manfred fragte sich, ob es vielleicht ihr Vater sei. Der Mann war eher klein von Statur, das Mädchen musste aber groß gewachsen sein. Viele Gäste konnten Manfred hinter den Blumen gar nicht sehen, nahmen vielleicht gerade noch seine Stirn oder sein Haar wahr. Nur die Größeren von ihnen konnten sein Gesicht sehen. Sie aber hatte ihn angelächelt und ihn dabei angesehen.
Das Mädchen legte seinen Löffel zur Seite und schaute Manfred regungslos an.
"Ob sie ein Sitzriese ist?", fragte sich Manfred. Abschätzend betrachtete er ihre Beine, sie waren lang, lang und wohlgeformt. Bewundernd glitt sein Blick von ihren Beinen über ihre Hüften zu ihrem Busen. Wieder schaute er in ihr Gesicht mit den vollen Lippen. Das Mädchen hatte ihre Augen nicht von Manfred abgewandt. Langsam ging ihre rechte Augenbraue in die Höhe. Manfred drehte sich zur Seite, betrachtete nun selber den Druck von Caspar David Friedrich. Aus den Augenwinkeln sah er wie das Mädchen wieder den Löffel aufnahm und ihr Eis aß.
Auf dem Bild war eine Frau zu sehen, dem Betrachter hatte sie den Rücken zugekehrt. Sie stand auf einer Wiese, beide Arme hielt sie leicht erhoben. Ihr Körper verdeckte die untergehende Sonne, deren Strahlen ihren Oberkörper umspielten. Immer, wenn Manfred das Bild ansah, hatte er den Eindruck, dass die Frau darauf nur noch kurze Zeit verharren würde, um dann der untergehenden Sonne mit leichten Schritten entgegen zu gehen. Nach einer Weile verlor das Bild seine Starrheit, der Wind begann die Grashalme zu beugen, Manfred konnte sogar die Vögel zwitschern hören. Die Frau ging immer weiter, ihr bodenlanges Kleid umschmeichelte ihren Körper. Jedes Mal hatte Manfred das Gefühl, er müsse der Frau folgen. Gab er dem Impuls nach und trat ein paar Schritte vor, stieß er gegen die Theke. Die Frau blieb stehen, das Gras wurde unbeweglich und das Zwitschern erstarb.
Plötzlich zuckte Manfred zusammen. Verächtlich schnaubend stand seine Frau ihm gegenüber. Sie mochte das Bild nicht. Genauso wenig wie sie auf Manfreds Bemerkungen zu den Seidenblumen eingegangen war, hatte er sich davon abbringen lassen, es im Gastraum aufzuhängen. Alle anderen Bilder hatte Gerda ausgesucht.
"Maritime Motive passen zu einem Café, das nur 100 Meter von der Nordsee entfernt liegt. Nicht so wie deine Schlafwandlerin in der Landschaft, Manfred!"
Manchmal träumte er sogar nachts von der Frau mit den leicht erhobenen Armen. Der Wind und das Vogelgezwitscher waren dasselbe, aber anders als bei seinen Tagträumen folgte Manfred der Frau. Nachdem sie mit leicht erhobenen Armen fünfzig, sechzig Meter gegangen war, schloss sich Manfred ihr an. Ohne den Abstand zwischen ihnen zu verändern, näherten sie sich gemeinsam der Sonne. Je dichter sie ihr kamen, desto glücklicher fühlte sich Manfred. Während ihres Weges wandte er niemals den Blick von der Frau vor ihm. Die Strahlen der untergehenden Sonne umfingen sie, gaben ihrer Silhouette etwas Heiliges. Obwohl Manfred es nie gesehen hatte, wusste er, dass sie ein wunderschönes Gesicht hatte, jung und makellos.
Wieder hörte Manfred ein Schnauben. Wütend schaute ihn Gerda an, verlangte barsch nach einer Limonade und einem Wasser. Manfred beugte sich hinunter zum Kühlschrank und nahm zwei kleine Flaschen heraus. Als er sich wieder aufrichtete, fiel sein Blick erneut auf das junge Mädchen. Die Sonne schien durch das Fenster, ihre Strahlen tauchten das Mädchen in warmes Licht. Ungeduldig klopfte Gerda auf die Theke. Hastig wandte sich Manfred ab und stellte die Flaschen und zwei Gläser auf das Tablett. Mit eisigem Blick nahm es Gerda auf und ging zum Tisch neben dem Eingang.
In seinem Traum ging die Frau immer weiter und überschritt einen kleinen Hügel. Je länger sie gingen, desto glücklicher war Manfred. Immer wieder endete sein Traum auf die gleiche Weise. Es kam Manfred so vor, als sei er der Frau eine Ewigkeit gefolgt, über die Wiese, den Hügel und immer fort. Dann blieb die Frau stehen, Manfreds Schritte verharrten im selben Moment. Die Frau hob ihren Kopf leicht an, geradeso als wolle sie der Sonne direkt in die Augen sehen. Manfred blieb bewegungslos stehen und sah zu wie sie weiterging und im Nichts verschwand. Dann war sein Traum vorbei. Wach im Bett liegend sehnte sich Manfred danach, der Frau weiterzufolgen und ebenfalls im Nichts zu verschwinden.
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13. Januar 2012

Lesung, 20.1.12, Gelsenkirchen

Am Freitag, den 20.01.12 um 19:00 Uhr, werde ich Passagen aus meinem Kriminalroman "Mord! Elviras Weg zum Buddhimus" lesen. Und zwar in der Galerie Kunst in der City (Weberstraße 64, Gelsenkirchen).

Ich freue mich auf Euch! Herzlich willkommen!

12. Januar 2012

ABCO LIEST: Der glückliche Zweite

Was würden Sie sich vornehmen zu tun, wenn Sie wissen, dass Sie bald sterben werden?
In „Der glückliche Zweite“ erfährt Herr Eppendorf, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hat. Statt seine letzten Monate mit Annehmlichkeiten zu vergolden, setzt Herr Eppendorf seine verbleibende Energie dafür ein, seinen verhassten Halbbruder Karl zu töten. Dieser hat ein Leben lang nichts unversucht gelassen, ihn zu besiegen. Auch im Tode schlägt Karl Herrn Eppendorf ein Schnippchen – viel bitterer als je zuvor.

Bei ABCO LIEST hören Sie einen Auszug aus „Der glückliche Zweite“.
Die mörderische Erzählung ist meinem Buch Unheilvolle Bekanntschaften erschienen.



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"Unheilvolle Bekanntschaften"
Lola Victoria Abco
pirat-verlag Broschiert € 12,90 , Kindle € 4,99
ISBN 978-3938237007

27. Dezember 2011

Rezensionen sind ein wunderbares Feedback

Es ist ein besonderes Gefühl, eine Rezension des eigenen Buches zu lesen! Ein Rezensent hebt Dinge hervor, die ihm gutgefallen haben oder auch ganz und gar nicht. Unterschiedlichste Aspekte werden analysiert und Resümees gezogen. Für mich als Autorin sind Rezensionen ein wunderbares Feedback.
Aus zwei Rezensionen zu "Unheilvolle Bekanntschaften" zitiere ich hier:

"Die gute Freundin aus Schulzeiten, die sich aus Karrieregründen gerne ihre alten Bekannten vom Hals schaffen will, der ewige Zweite, der seinem Bruder endlich einmal voraus sein möchte, die unzufriedene Schwester, die in einer flüchtigen Bekanntschaft die Chance sieht, ihrem Zorn Luft zu machen: Das Thema dieser Kurzgeschichtensammlung sind Wölfe im Schafspelz, deren Opfer meist nicht einmal ahnen, was in den Köpfen ihrer scheinbar so geschätzten Bekannten vorgeht. (...)"

"Ich habe dieses Buch gar nicht mehr weglegen können! Die Geschichten sind sehr spannend und haben sehr oft überraschende Wendungen! Jeder kennt das doch, wenn man einen Krimi liest oder im Fernsehen ansieht, weiß man oft schon nach kurzer Zeit, wer der Mörder ist! Das dachte ich bei diesen Kurzgeschichten zuerst auch, ABER, ich wurde schnell eines besseren belehrt! Denn bei diesen Geschichten ist wirklich nichts so wie es scheint! Und auch die Ideen sind einfach wunderbar originell, ich beneide die Autorin um ihre Kreativität! (...) "

Alle Rezensionen zu "Unheilvolle Bekanntschaften" bei Amazon lesen.

16. Dezember 2011

"Einzigartig, spannend und unerwartet"


"Eine spannender als die Andere...
Eigentlich bin ich nicht so der Freund von Kurzgeschichten, da ich sie zu schnell gelesen haben.
Auch diesmal konnte ich nicht aufhören und haben sie an einem Stück verschlungen.
Jede der 7 Geschichten ist einzigartig und für sich genommen spannend und unerwartet.
******
"Gute Taten zählen doppelt, schlechte zehnfach."
Was passiert wenn dich deine Vergangenheit einholt?
Was ist wenn diese Vergangenheit dunkel ist?
Wird dann deine Zukunft auch dunkel oder wird sie vielleicht doch hell!?
******
Ein Spiel ohne Worte...
Ein schlechtes Gewissen...
Was das wohl ans Tageslicht bringen kann???
******
Geheime Abmachungen mit einer Fremden auf der Damentoilette.
Aber was passiert wenn aus dem Spiel ernst wird?
Und vor allem, was passiert wenn alles dann doch noch anders kommt als gedacht!?
******
Was würden Sie tun, wenn sie nur noch 1 Jahr zu leben haben?
Eine Weltreise..., einen Fallschirmsprung..., oder was? Vielleicht einen Mord?******
Wenn Sie Geschichten mit überraschendem Ende möglich, sind sie bei "Unheilvolle Bekanntschaften" genau richtig.
Schade nur, das die Kurzgeschichten sooo schnell aufgebraucht sind.

Ich freue mich schon auf die Nächsten..."

15. Dezember 2011

Unheilvolle Bekanntschaften – Die mörderische Lektüre jetzt auch als ebook


Die mörderische Lektüre „Unheilvolle Bekanntschaften“ ist jetzt auch als ebook erschienen.

Was erwartet Sie bei "Unheilvolle Bekanntschaften"? Informationen erhalten Sie hier.





Unheilvolle Bekanntschaften        
Lola Victoria Abco
pirat-verlag, 2009/2011



13. Dezember 2011

Glück

Siehst du mich?
Nein, das kannst du nicht!
Ich bin verborgen,
hinter all deinen Sorgen.
Schau ich in dein Gesicht,
weiß ich, du findest mich nicht,
so finster ist dein Blick.
Verdrossen schauen deine Augen,
trüben alles, was du siehst.
Staunen wirst du,
lässt du deine Augen leuchten,
schiebst du zur Seite all die Sorgen.
Sie sind dennoch zugegen,
doch nur halb so schwer
werden sie wiegen.
Ich werde dich wieder fragen:
Siehst du mich?
Ja, das kannst du dann!
Das Glück ist nicht mehr verborgen,
hinter all deinen Sorgen.

Weitere Gedichte lesen.

aus: Bitterer Honig
Lola Victoria Abco

PS: Eine Lesung von "Glück" und anderen Gedichten können Sie hier hören.

9. Dezember 2011

Gratwanderung

Unter dem Motto "Gratwanderung" ist in der Dezemberausgabe von "Abco liest" eine Lesung von Gedichten aus "Bitterer Honig" zu hören.

Genre: Lyrik
Dauer: 2 Minuten



Lola Victoria Abco
Lyrik, Kindle Edition, 0.99 €
pirat-verlag, 2011

22. November 2011

In aller Munde

In aller Munde ist das E-Book, dennoch erregt es interessierte Blicke, wenn ein Autor aus eben solchem liest und dafür – wie sollte es eigentlich anders sein – ein Lesegerät nutzt.
Ich war zu einem Autorenfrühstück eingeladen. In entspannter Runde saßen dreißig – vierzig Literaturinteressierte unterschiedlichster Couleur zusammen. Wer wollte, bekam die Gelegenheit einen Text vorzustellen. Als die Reihe an mir war, bemerkte ich erstaunte Blicke. Die Zuhörer hatten es anscheinend noch nicht erlebt, dass sich jemand auf das Podium begibt, ohne Buch aber mit einem „Handy“ in der Hand. „Ich schaue zurück“ hatte ich mir vorgenommen vorzulesen. Diese Erzählung gehört zu meiner Novellensammlung „Am Ende vom Horizont“, die als E-Book veröffentlicht wurde. Als ich meine Lesung mit dieser Erläuterung einleitete und noch dazu meinen iPod mit dem Hinweis hochhielt, ich wolle jetzt nicht telefonieren, sondern vorlesen, machte ein schmunzelndes „Aha“ die Runde.
Zum Abschluß der Leserunde wurde die erste Lesung aus einem E-Book bei dieser Veranstaltung von der Organisatorin Elisabeth Esch nocheinmal hervorgehoben. Von den Vorbehalten gegen dieses Medium wie sie in der Presse oft dargestellt werden, spürte ich nichts – ganz im Gegenteil. Vielleicht sind wir Literaten viel aufgeschlossener als diejenigen, die über uns und unsere Arbeiten schreiben?


Übrigens, eine Lesung der Erzählung "Ich schaue zurück" und weitere können Sie jederzeit online hören. Möchten Sie, dass ich bei Ihrer Veranstaltung lese? Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

14. November 2011

Alfred Hitchcock ist schuldig

Bei einer Alfred Hitchcock Retrospektive wird der Film ”Zwei Fremde im Zug” – ein Mord gegen einen Mord – gezeigt. Nach der Filmvorführung schlägt Frau Brandenburg der ihr nicht näher bekannten Frau Bebensee im Spaß vor, deren Mann zu töten, wenn diese dafür ihre Schwester ermordet. Wenig später wird die Schwester tatsächlich erschossen aufgefunden. Auf der Suche nach dem Mörder erweist sich bald: Nichts ist so wie es zu sein scheint!
Bei „Abco liest“ können Sie nun die mörderische Erzählung „Ihre Schwester für meinen Mann“ hören.

Dauer: 24 Minuten
Genre: Krimi


18. Oktober 2011

Keine all zu leichte Kost

„Vorweg: Wer heiter-besinnliches sucht oder gar von Herzen lachen möchte, ist hier falsch. "Am Ende vom Horizont" ist eine Sammlung kurzer Geschichten, die fast immer Wendepunkte im Leben der Protagonisten markieren (eine Ausnahme bildet "Urlaub", die einzige Geschichte, die sich durchaus mit einem Schmunzeln zu Ende lesen lässt) - oder wenigstens markieren könnten. Die Autorin versteht es, dem Leser die Gefühlswelten der Beteiligten nahe zu bringen. Mich persönlich hat "Abschied" am stärksten berührt, eine Kurzgeschichte, die den Abschied eines kleinen Jungen von einem Stück seiner Kindheit markiert. Die Titelstory "Am Ende vom Horizont" fand ich dagegen zu absehbar, wenn auch durchaus realistisch.
Alle Geschichten stimmen nachdenklich und regen dazu an, die eigene Innenwelt zu erforschen. Es kann sich lohnen, die eine oder andere Geschichte zwei Mal zu lesen. Übrigens: Ohne zu viel vom Inhalt preis zu geben: Ich glaube, Ferdinand aus "Abschied" und Josef aus "Das rote Halstuch" sind ein und derselbe. Auch wegen dieser Verbindung, die sich erst auf den zweiten Blick offenbart, bekommt "Am Ende vom Horizont" von mir die Höchstwertung.“ (Quelle: Amazon)

„Keine all zu leichte Kost“, so betitelte ein Leser die Rezension meines Buchs „Am Ende vom Horizont“. Rezensionen sind eine tolle Sache. Potentiellen Lesern verschaffen sie die Möglichkeit, sich im Vorwege ein Bild von einem Buch zu machen. Für mich als Autorin sind sie wiederum ein sehr gutes Feedback zu meinen Texten. Sind die Aussagen, die ich mache, so verstanden worden? Welche Reaktionen werden hervorgerufen?
Die obige Kundenrezension ist bei Amazon erschienen. Links zu weiteren Rezensionen habe ich rechts in der Blogleiste unter den jeweiligen Büchern aufgeführt.

Am Ende vom Horizont
Lola Victoria Abco
Kindle Edition, 0.99 €
pirat-verlag, 2011

PS: Die Kindle Edition können Sie auf PC, IPhone, IPad etc. lesen. Leseapplikationen erhalten Sie hier gratis.
 

14. Oktober 2011

„Weshalb habt ihr mich fallen lassen?“

Zunächst zweifelt Elvira an sich, keinen Mann vermag sie zu halten. Dann beginnt sie am Wohlwollen und der Rechtschaffenheit ihrer Freundin Cordula zu zweifeln. Ein Kaffeekränzchen soll Klarheit schaffen: Hat Cordula die Liebhaber Elviras umgebracht?

Oh, Cordula, wenn du nur begriffen hättest, dass du eine Chance hattest, dein Leben zu retten!

Bei ABCO LIEST hören Sie die Lesung des Kapitels „Kaffeekränzchen“ aus meinem Kriminalroman „Mord! Elviras Weg zum Buddhismus“.

Jederzeit - überall - online - kostenlos - hören.


PS: Bei ABCO LIEST hören Sie jeden Monat eine neue Lesung von mir.
RSS-Feed ABCO LIEST

9. Oktober 2011

Ihre Erzählungen sind zu anspruchsvoll

”Das Schreiben solltest du dir über das Bett hängen”, riet mir einmal eine Bekannte, als sie hörte, ich hätte gerade eine Absage erhalten! Glauben Sie nun ja nicht, dass es meiner Bekannten an Taktgefühl mangelte. Ganz im Gegenteil.
Einige meiner Texte hatte ich an eine Literaturagentur geschickt und daraufhin eine Absage erhalten, mit eben diesen Worten: „Ihre Erzählungen sind zu anspruchsvoll“. Erhält man eine solche Abfuhr, weiss man nicht recht, ob man den Kopf in den Sand stecken soll oder die Nase gen Himmel. Ich habe weder das eine, noch das andere getan und der Brief hängt auch nicht über meinem Bett.
Inzwischen sind die acht Erzählungen unter dem Titel „Am Ende vom Horizont“ erschienen. Sie können das Buch für 0,99 € erwerben.

Viel Vergnügen beim Lesen.
Ihre Lola Victoria Abco

Am Ende vom HorizontLola Victoria Abco
ASIN B0056B0ZI0,
Kindle Edition, 0.99 €
pirat-verlag, 2011

PS: Die Kindle Edition können Sie auf PC, IPhone, IPad etc. lesen. Leseapplikationen erhalten Sie hier gratis.